"Kulturimpuls-Grundeinkommen" in der Walldorfschule Mainz-Finthen

Ein durchaus bereits informiertes Publikum traf sich in der Walldorfschule in Mainz-Finthen am Samstag den 26. September, um sich gemeinsam den Film „Grundeinkommen“ von Enno Schmidt und Daniel Häni anzuschauen und mit Vertretern der Arbeitsgruppe Grundeinkommen zu diskutieren.


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Götz-Werner-Interview vom 25-09-09 in Nürnberg

Zusammenfassung:


Was denn das Bedingungslose Grundeinkommen (BG) kostet, fragt der Interviewer. Es geht nicht darum was es kostet, sondern darum, was es bringt! Die Vorteile eines BG sind so groß, dass sich die Gesellschaft um eine Finanzierung kümmern muß. Es wird soviel produziert, das alle versorgt werden können. Und darum geht es bei der Existenzsicherung.


Die Höhe des Grundeinkommens ist erstmal Hartz plus Miete. Entscheidend ist, dass im Gegensatz zu heute, der Bürger beliebig hinzuverdienen kann. Sein BG bleibt ihm dabei immer erhalten!
Es geht nicht um ein positives Menschenbild. Die Menschen machen das, was sie für richtig halten. Auch bei einem BG werden die Menschen aktiv sein wollen, unter Menschen sein, gemeinsam etwas schaffen wollen.


Die Wirtschaft ist kein Selbstzweck. Sie hat die Aufgabe, die Menschen mit dem zu versorgen, was sie brauchen.


Die Menschen werden auch weiterhin mehr an Konsumgütern und Dienstleistungen nachfragen, als sie zur reinen Existenzsicherung bräuchten. Diese zusätzliche Arbeit wird erbracht und auch nachgefragt werden. Arbeit über die Existenzsicherung hinaus, wird also zur Genüge vorhanden sein.
Sozialismus bedeutete: Keine Güter und Arbeitszwang. Die Menschen mußten das arbeiten, was die Zentralkomitees für richtig hielten.


Es gab keine freie Initiativ-Entfaltung. Freiheit ist aber eine gute Grundlage zur zustimmenden Arbeitsaufnahme.


Arbeit, unter Druck geleistet, kann nie gut sein. Wenn die Menschen keinen Sinn in ihrer Arbeit sehen, sind die Arbeitsergebnisse eher schlecht. Arbeit sollte nicht bezahlt, sondern ermöglicht werden. Das BG wäre eine gute Grundlage für die Aufnahme sozialer Tätigkeiten.


Wir müssen den initiativen, freien Menschen wollen.

Nachmittag des Grundeinkommens

Die Initiative Zeitgemäß e.V. für ein soziales Handeln und die Arbeitsgruppe Grundeinkommen Rhein-Main veranstalteten am 19.09.2009 einen „Nachmittag des Grundeinkommens“ im Forum Friedrichsdorf/Köppern.


Frau Pfarrerin Hedrich berichtete über das „Namibia Projekt“, Grundeinkommen in Otjivera.

Nach viel Wissenswertem in den Vorträgen und einer Pause mit Kaffee und Kuchen, wurde die Grundeinkommens-Idee diskutiert. – Ein interessanter und vielversprechender Nachmittag.


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Arbeit macht Millionen Menschen krank

1. September 2009
Arbeit macht Millionen Menschen krank


Rund 2,4 Millionen Menschen in Deutschland klagen über Gesundheitsbeschwerden, die sie sich bei der Arbeit zugezogen haben, berichtet das Statistische Bundesamt.


Die Teilnehmer nannten vor allem Beschwerden des Bewegungsapparats. Rückenleiden standen im Vordergrund. Rund 2,6 Prozent – das entspricht knapp einer Million der Erwerbstätigen – klagten darüber. Beschwerden an Nacken, Armen, Schultern und Händen nannten 1,6 Prozent, und Probleme mit Hüfte, Beinen oder Füßen plagten 0,6 Prozent. Rund 215.000, leiden demnach unter Stress oder Beklemmungen bei der Arbeit.


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Wenn man bedenkt, dass die Menschen heute gezwungen sind, jede nur erdenkliche Arbeit annehmen zu müssen, die noch am Arbeitsmarkt übrig ist, damit sie dem Staat nicht zur Last fallen ( und dieser nicht seine mickrigen 350 Euro Hartz zahlen muß), dann ist es doch kein Wunder, dass viele überfordert sind oder Arbeiten verrichten, die gar nicht zu ihnen passen. Und sich dieses dann in ihrer belasteten Gesundheit und Psyche niederschlägt. –


Der Mensch muss sich heute, damit er sein bisschen Lebenserhalt finanzieren kann, sich versklaven in einer Weise, die wir in unserer Menschheitsgeschichte überwunden geglaubt hatten. Wir befinden uns gesellschaftlich in einer Rückschrittsbewegung. Im Laufe der letzten Jahre wurde uns immer mehr Lebensqualität wieder genommen. Egal wen wir wählen, keine der Regierungen, die sich versuchen, werden für die breite Masse höhere Löhne erreichen oder etwa mehr preiswerten Wohnraum schaffen. – Das Bedingungslose Grundeinkommen ist in dieser Situation eine Perspektive für die Bürger, und wäre ein Befreiungsschlag.

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